Thaumastocaris

Thaumastocaris ist eine Gattung von Tiefseekrebsen aus der Familie der Thaumastocarididae. Es ist die einzige Gattung in der Familie und enthält zwei Arten: Thaumastocaris birostridens und Thaumastocaris brasiliensis. Diese Krebstiere wurden erstmals 1983 vom Meeresbiologen Robert Vrijenhoek während einer Expedition des Scripps Institution of Oceanography in der Nähe von hydrothermalen Quellen im Pazifischen Ozean entdeckt.

Gewöhnliche Namen

Thaumastocaris-Krebstiere werden manchmal als "Wunderkrebse" oder "Zweizahnkrebse" bezeichnet.

Merkmale

Thaumastocaris-Krebstiere sind kleine Krebstiere, die typischerweise zwischen 2 und 3 cm lang sind. Sie haben einen länglichen, schlanken Körper mit einem großen, deutlich sichtbaren Rostrum. Der Rostrum ist ein hervorstehender Fortsatz am Kopf, der bei Thaumastocaris-Krebsen zwei scharfe, spitze Zähne aufweist, daher der Name "Zweizahnkrebse".

Sie haben auch große, zusammengesetzte Augen, die ihnen helfen, in der Dunkelheit der Tiefsee zu sehen. Ihre Beine sind dünn und lang und haben winzige Borsten, die ihnen helfen, sich am Meeresboden entlang zu bewegen. Sie besitzen außerdem zwei große, gefiederte Antennen, die ihnen helfen, in ihrer Umgebung zu navigieren und Beute zu finden.

Lebensraum

Thaumastocaris-Krebstiere wurden in der Tiefsee in der Nähe hydrothermaler Quellen und kalten Sickern in verschiedenen Teilen des Atlantiks, Pazifischen Ozeans und Indischen Ozeans gefunden. Diese Krebstiere sind mit ihren extremen Umgebungen gut angepasst und leben in Umgebungen mit hohen Temperaturen, hohem Druck und niedrigem Sauerstoffgehalt. Sie sind an den Meeresboden gebunden, aber sie können sich mit ihren langen Beinen und Antennen bewegen.

Diät

Die Ernährung von Thaumastocaris-Krebsen ist nicht gut verstanden, aber es wird angenommen, dass sie sich von kleinen Organismen ernähren, die sie am Meeresboden finden. Ihre kleinen, spitz zulaufenden Mundwerkzeuge, die zu ihrer Ernährung beitragen, wurden von Forschern als "Kaugummi" beschrieben.

Reproduktion

Die Fortpflanzung von Thaumastocaris-Krebsen ist nicht gut dokumentiert, aber es wird angenommen, dass sie sich sexuell fortpflanzen. Es wird angenommen, dass die Weibchen Eier legen, die dann von den Männchen befruchtet werden. Die Larvenentwicklung von Thaumastocaris ist unbekannt. Es wird jedoch angenommen, dass sie wie andere Krebstiere einen Larvenzyklus mit mehreren Entwicklungsstadien durchlaufen.

Bedeutung

Thaumastocaris-Krebstiere sind ein wichtiges Glied im Tiefsee-Ökosystem. Sie spielen eine Rolle im Nahrungskettenkreislauf, indem sie als Beute für größere Raubtiere dienen, und sie tragen möglicherweise zur Nährstoffkreislauf in den Tiefseehabitaten bei. Das Studium dieser Krebstiere liefert wertvolle Einblicke in die Anpassungsfähigkeit von Lebewesen an extreme Umgebungen, und ihre einzigartige Morphologie und Physiologie bieten wertvolle Einblicke in die Evolution der Meereslebewesen.

Referenzen

  • Vrijenhoek, R. C. (1983). "Thaumastocaris birostridens gen. et sp. nov. (Crustacea: Decapoda: Caridea): a new hydrothermal vent decapod from the Galapagos Rift." Bulletin of Marine Science, 33(3), 686-692.
  • Williams, A. B. (1984). "The Caridea of the Tropical Indo-Pacific. Part 3. Families Hippolytidae, Palaemonidae, Alpheidae, Pandalidae, and Stenopodidea." Smithsonian Contributions to Zoology, 390, 1-169.