Gezeitenspinnen - Desidae

Gezeitenspinnen sind eine Gruppe von Spinnen, die sich an das Leben in der Gezeitenzone angepasst haben. Sie sind auch als Strandspinnen oder Sandspinnen bekannt und leben in der Regel in der Nähe des Meeresspiegels, wobei sie häufig in Felsspalten, unter Steinen und in Stranddünen zu finden sind. Gezeitenspinnen sind Mitglieder der Familie Pisauridae (Fischerspinnen), wobei die meisten Arten zur Gattung Desis gehören.

Merkmale

Gezeitenspinnen haben eine Reihe von Anpassungen, die ihnen helfen, in ihrer rauen Umgebung zu überleben. Sie sind in der Regel klein und dunkel gefärbt, was ihnen hilft, sich vor Raubtieren zu tarnen und sich in ihrer felsigen Umgebung zu verstecken. Sie haben auch starke Beine, mit denen sie sich auf nassen, rutschigen Oberflächen festhalten und über Felsen klettern können. Einige Gezeitenspinnen haben auch eine wasserabweisende Beschichtung auf ihrem Körper, die sie vor dem Einweichen schützt.

Lebensraum

Gezeitenspinnen kommen weltweit an den Küsten des Pazifischen, Atlantischen und Indischen Ozeans vor. Sie sind vor allem in den Küstenregionen Australiens, Neuseelands, Nordamerikas und Europas zu finden. Diese Spinnen leben in der Gezeitenzone, einem Bereich, der von den Gezeiten beeinflusst wird und zwischen Ebbe und Flut liegt. Sie können in Felsspalten, unter Steinen, in Stranddünen und sogar in kleinen, überfluteten Höhlen leben. Diese Spinnen bevorzugen Lebensräume mit reichlich Felsen und anderen Unterkünften, die ihnen Schutz vor den Elementen bieten können.

Verhalten

Gezeitenspinnen sind in erster Linie nachtaktiv und verbringen den Tag meist versteckt in ihren Spalten oder Höhlen. Sie werden in der Nacht aktiv, um nach Nahrung zu suchen, die hauptsächlich aus kleinen Krebstieren, Insekten und anderen Spinnen besteht. Einige Gezeitenspinnenarten können auch unter Wasser jagen, wobei sie ihre Atemluft in einem mit Luft gefüllten Kokon speichern. Im Allgemeinen werden sie als Einzelgänger angesehen und leben in der Regel nicht in Gruppen zusammen.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit für Gezeitenspinnen variiert je nach geografischem Standort. Nach der Paarung baut das Weibchen einen Kokon aus Seide, in den es ihre Eier legt. Der Kokon wird oft an einem sicheren Ort platziert, zum Beispiel in einer Felsspalte oder unter einem Stein. Das Weibchen bewacht den Kokon bis zum Schlüpfen der Jungspinnen. Die Jungen bleiben noch einige Zeit in der Nähe ihrer Mutter, bevor sie sich aufmachen, ihre eigenen Lebensräume zu finden.

Anpassungen an das Leben in der Gezeitenzone

Gezeitenspinnen haben eine Reihe von Anpassungen, die ihnen helfen, in ihrem rauen Lebensraum zu überleben:

  • Wasserabweisende Beschichtung: Ihre Körper sind mit einer wasserabweisenden Beschichtung bedeckt, die ihnen hilft, trocken zu bleiben, wenn sie im Wasser sind.
  • Atemluft speichern: Gezeitenspinnen können Atemluft in einem mit Luft gefüllten Kokon speichern, so dass sie unter Wasser nach Nahrung suchen können.
  • Starke Beine: Sie haben starke Beine, mit denen sie sich auf nassen, rutschigen Oberflächen festhalten und über Felsen klettern können.
  • Dunkle Farbe: Ihre dunkle Farbe hilft ihnen, sich vor Raubtieren zu tarnen.

Beispiele für Gezeitenspinnen

Hier sind einige Beispiele für Arten von Gezeitenspinnen:

  • Desis martensi: Diese Art ist in Australien, Neuseeland und Südamerika zu finden. Sie ist eine der am häufigsten vorkommenden Gezeitenspinnenarten und kommt in der Regel in Felsspalten und unter Steinen vor.
  • Desis formidabilis: Diese Art ist in Australien zu finden und für ihre Fähigkeit bekannt, unter Wasser zu jagen.
  • Desis marina: Diese Art ist in Australien zu finden und kommt vor allem in Stranddünen vor.

Referenzen

American Arachnological Society

Australian Museum

Natural History Museum, London