Pterocaesio

Pterocaesio ist eine Gattung von Meeresfischen aus der Familie der Kaiserfische (Caesionidae). Sie ist im Indopazifik beheimatet und umfasst 11 Arten. Mitglieder dieser Gattung werden umgangssprachlich als Fliegende Kaiserfische bezeichnet, was sich auf ihre Fähigkeit bezieht, beim Schwimmen schnell zu beschleunigen.

Merkmale

Fliegende Kaiserfische sind mittelgroße bis große Fische, die typischerweise eine Länge von 20 bis 50 cm erreichen. Sie zeichnen sich durch ihre schlanken Körper, die großen Schuppen und die tiefe, abgeflachte, gebogene Rückenflosse aus. Ihre Farbe variiert je nach Art, reicht aber meist von Rot über Rosa bis Silber, oft mit goldenen oder gelben Akzenten. Die meisten Arten haben einen markanten dunklen Streifen, der sich diagonal über den Körper erstreckt. Pterocaesio-Arten haben kleine, protraktible Mäuler, die mit kleinen, borstenartigen Zähnen besetzt sind.

Lebensraum und Verbreitung

Fliegende Kaiserfische leben in tropischen und subtropischen Gewässern des Indopazifiks. Sie werden in Korallenriffen, Lagunen und an den Außenriffen gefunden. Pterocaesio-Arten sind in der Regel in Schulen zu finden, die sich oft in Küstennähe befinden. Sie kommen in Tiefen von bis zu 50 Metern vor.

Ernährung

Fliegende Kaiserfische sind planktivore Tiere, die sich von Zooplankton, kleinen Krebstieren und anderen kleinen Organismen ernähren. Sie filtern Nahrung aus dem Wasser, indem sie mit ihren Kiemen und Kiemenrechen schwimmen.

Verhalten

Pterocaesio-Arten sind im Allgemeinen tagaktive, sozial lebende Fische. Sie bilden oft große Schwärme mit Hunderten oder sogar Tausenden von Individuen. Diese Schwärme bewegen sich schnell und synchron, was ihnen hilft, sich vor Raubtieren zu schützen. Fliegende Kaiserfische sind dafür bekannt, dass sie beim Schwimmen schnell beschleunigen und über die Wasseroberfläche springen können. Dieses Verhalten, von dem angenommen wird, dass es dazu dient, Raubtiere zu verwirren, hat ihnen den Namen "Fliegende Kaiserfische" eingebracht.

Arten

Es gibt elf anerkannte Arten von Fliegenden Kaiserfischen:

  • Pterocaesio chrysozona (Kuhl & van Hasselt, 1823)
  • Pterocaesio digramma (Cuvier, 1830)
  • Pterocaesio flavomarginata (Rüppell, 1835)
  • Pterocaesio lativittata (Günther, 1872)
  • Pterocaesio marri (Smith & Radcliffe, 1912)
  • Pterocaesio myripristis (Bleeker, 1855)
  • Pterocaesio pisang (Bleeker, 1857)
  • Pterocaesio randalli (Katayama, 1974)
  • Pterocaesio tile (Cuvier, 1830)
  • Pterocaesio trilineata (Randall, 1981)
  • Pterocaesio tumifrons (Fowler, 1928)

Ökologische Bedeutung

Fliegende Kaiserfische spielen eine wichtige Rolle in den Ökosystemen von Korallenriffen. Als planktivore Tiere tragen sie zur Kontrolle der Planktonpopulationen bei. Sie sind auch eine wichtige Nahrungsquelle für größere Raubfische, wie zum Beispiel Thunfische, Haie und andere Kaiserfische.

Referenzen

  • Froese, Rainer und Pauly, Daniel, Hrsg. (2023). "Pterocaesio" in FishBase. Version von August 2023. <https://www.fishbase.org/summary/Pterocaesio.html>
  • Randall, J.E. (1981). "Pterocaesio trilineata, a new species of anthias (Pisces: Serranidae) from the Indo-Pacific". Pacific Science 35(3): 259–262. <http://www.jstor.org/stable/41736075>