Atlantischer Nordkaper / Nordatlantischer Glattwal – Eubalaena glacialis

Der Atlantische Nordkaper, auch bekannt als Nordatlantischer Glattwal, Eiswalfisch oder Biskayerwal, gehört zur Familie der Glattwale und ist somit Teil der Ordnung der Wale (Cetacea). Eubalaena glacialis wurde erstmals 1776 von Müller beschrieben.

Beschreibung, Anatomie & Merkmale

Der Atlantische Nordkaper hat eine gräuliche Färbung. Aus größerer Entfernung scheint er große weiße Flecken zu haben. Wenn man ihm näher kommt, stellen sich diese Flecken jedoch als Parasiten heraus. Es sind beispielsweise Seepocken, Walläuse und andere Krebstiere, die auf seiner Haut leben.

Eubalaena glacialis ist durchschnittlich zwischen 13 und 16m lang. Die wissenschaftlich bestätigte, maximale Größe liegt jedoch bei 18m. Dabei wiegt er etwa 100t.

Wie bei allen anderen Glattwalen auch, fehlt dem Atlantischen Nordkaper die Rückenflosse.

Da er zur Unterordnung der Bartenwale gehört, befinden sich im Maul keine Zähne, sondern Barten. Je Seite er etwa 300 davon.

Lebensraum, Verbreitung & Vorkommen

Eubalaena glacialis lebt im Winter in den gemäßigten Breiten und im Sommer in subpolaren Zonen. Es finde also jahreszeitlich bedingte Wanderungen statt.

Aufgrund des intensiven Walfangs vergangener Zeiten, ist er im östlichen Atlantik so gut wie ausgestorben. Sie waren nähmlich einfache Beute, weil sie sich bevorzugt in der Nähe der Küste aufhalten. Hin und wieder kommt es zu Sichtungen einzelner Tiere. Das ist allerdings extrem selten und man geht davon aus, dass es sich um verirrte Tiere der westatlantischen Population handelt.

Sein Verbreitungsgebiet im westlichen Atlantik reicht vom Golf von Mexiko bis nach Neuengland.

Atlantischer-Nordkaper-Eubalaena-Karte-Verbreitung-Vorkommen-wale-kanaren

Im östlichen Atlantik reichte es vom Europäischem Nordmeer bis zur Bucht von Biskaya und weiter südlich bis zur Westsahara, wo die Mütter ihre Kälber zur Welt brachten.

Ernährung & Lebensweise

Eubalaena glacialis ernährt sich überwiegend von kleinen Krebstieren und Fischen. Diese siebt er mit seinen Barten aus dem Meerwasser.

Weibliche Tiere werden mit 9 bis 10 Jahren zum ersten Mal Mutter. Die Tragezeit beträgt etwa ein Jahr. Die Zeit zwischen zwei Geburten ist etwa 6 Jahre lang. Kälber sind bei der Geburt 4,5m lang und wiegen über eine Tonne.

Sie schwimmen normalerweise nur sehr langsam, mit etwa 8km/h.

Früher habe sie sich zu ihren Wanderungen in Gruppen gesammelt, wobei 100 Tiere keine Seltenheit waren. Aufgrund ihrer Gefährdung ist das heute leider nicht mehr möglich.

Quellen & Links

Quellen

Bildquellen

Schreibe einen Kommentar